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KiTa auf dem Betriebsgelände eröffnet

Deutschland investiert in die Betreuung von Kleinkindern. Doch im europäischen Vergleich ist das Ergebnis unbefriedigend – zu mehr als einem Platz im Mittelfeld reicht es derzeit nicht. Vorreiter sind die skandinavischen Länder: Sie wenden erhebliche Mittel auf, um Frauen mit Kindern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Grundlegende Voraussetzung ist ein ausreichendes Angebot an Kindertagesstätten. Jetzt hat Gira eine KiTa auf dem Betriebsgelände gebaut. Im September wurde sie feierlich eröffnet.

Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr. Was Wilhelm Busch einst dem Vater andichtete, skizziert heute ein gesellschaftliches Risiko: Vielen Frauen mit Kindern droht später eine Rentenlücke. Wer diese vermeiden will, sollte möglichst früh wieder ins Erwerbsleben zurückkehren. Dafür müssen sich aber Beruf und Familie miteinander verbinden lassen. Das ist Aufgabe des Staates – hier können aber auch Unternehmen einen Beitrag leisten.

Im Sinne einer familiengerechten Unternehmenspolitik hat Gira jetzt gehandelt: Unterstützt von der Stadt Radevormwald hat das Unternehmen auf seinem Betriebsgelände eine Kindertagesstätte errichtet. „Es ist uns ernst mit der Kombination von Familie und Beruf“, betonte Dirk Giersiepen, Geschäftsführender Gesellschafter bei Gira, bei der Eröffnung. „Wir stellen ein Angebot zur Verfügung genau für die Zeitspanne, in der für die meisten Familien eine Betreuungslücke besteht.“

In der KiTa werden Kleinkinder vom 6. Monat bis zu ihrem 3. Lebensjahr betreut, also bis zum Übergang in den Kindergarten. „Die ersten drei Jahre sind prägend für Kinder“, so Dirk Giersiepen. „Dazu wollen wir einen guten Beitrag leisten.“ Passende Öffnungszeiten sollen Eltern helfen, ihren Beruf stressfrei mit dem Familienalltag zu verbinden. So bleibt die KiTa beispielsweise auch in den Sommerferien geöffnet. „Und wenn ein Kind mal Sehnsucht hat, dann können Mama und Papa kurz in die KiTa kommen. Das sorgt auf beiden Seiten für Entspannung und garantiert bei Gira eine gelebte familiengerechte Unternehmenspolitik“, so Martina Kahl, Ansprechpartnerin für Beruf und Familie bei Gira und deshalb auch für das KiTa-Projekt zuständig.

Der Baukörper der KiTa erinnert an eine breite geschwungene Welle, die in einen Hang eingelassen ist. Eine durchgehende Glasfront lässt viel Licht ins Gebäude. Zum Einsatz kamen, wenn immer möglich, natürlich, nachhaltige und regionale Baustoffe. Für die Konstruktion wurde Holz verwendet, das Dach ist begrünt. Die Außenanlagen wurden eigens zum Spielen und Toben hergerichtet.

Das Raumkonzept der KiTa ist großzügig, vielseitig und bietet Platz für etwa 20 Kleinkinder. Sie werden in zwei Gruppen ausschließlich von ausgebildeten und staatlich anerkannten Erzieherinnen betreut. Dafür stehen sowohl offene Flächen für beide Gruppen, als auch gruppenspezifische Räume sowie Rückzugsbereiche für die individuelle Betreuung zur Verfügung.

Jetzt kann’s also losgehen – bei Gira darf ab sofort auch gespielt werden. Am 6. Oktober kommen die ersten Kinder, bis zum Sommer 2015 werden die 20 Plätze komplett belegt sein. Doch schon jetzt gilt besondere Vor- und Rücksicht auf dem Gira Betriebsgelände: Die Bobbycars sind scharf geschaltet.

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