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Lichtturm Solingen

Aus einem alten Wasserturm wurde ein innovativer Lichtturm mit modernster Gebäudetechnik. Besonders im Dunkeln zeigt sich sein imposanter Charakter.

Fotos: Oliver Wessel für Gira und Thomas Riehle für Daniel Klages

Licht erleben in luftiger Höhe

Heute ist der ehemalige Solinger Wasserturm nicht nur Showroom für „Licht im Raum“ und „Dinnebier Licht“, sondern auch eine außergewöhnliche Location für kulturelle Events. Seine Geschichte beginnt 1904, als in Gräfrath ein ringförmiger Behälter nach dem Intze-Prinzip errichtet wurde: Die Wasserlast wird nur vertikal auf die Turmwände abgeleitet, der Schaft konnte deshalb weniger massiv ausgebildet werden. Bis1983 diente der Turm der regionalen Trinkwasserversorgung und sollte dann zunächst abgerissen werden.

Dank seiner historischen Bedeutung wurde er aber noch rechtzeitig zum Baudenkmal erklärt. Jedoch erst zehn Jahre später konnte Johannes Dinnebier einen überzeugenden Plan zur Umnutzung vorlegen und eine ungewöhnliche Metamorphose begann. Gemeinsam mit dem Architekten Fritz Figge wollte er einen „zukunftsweisenden Ort“ schaffen, der durch seine kreative Atmosphäre inspiriert.

Selbstverständlich war die architektonische Nutzung und Inszenierung des Faktors Licht dabei das maßgebende Kriterium. So wurde der massiv gemauerte Wasserbehälter durch eine transparente Kuppel aus Stahl und Glas mit umlaufender Balustrade ersetzt. Helligkeit und Transparenz haben dadurch in das einst dunkle Gemäuer Einzug gehalten. Mit einem Durchmesser von 11 m fasst die lichtdurchflutete Kuppel bis zu 60 Personen und bietet einen spektakulären Panoramablick über das Bergische Land. Sie ist zu einem einzigartigen Veranstaltungsort geworden – hier werden Theaterstücke aufgeführt, es finden Konzerte statt, Lesungen aber auch Schulungen, Seminare und Präsentationen. In der Kuppel steht man fernab des Alltags über den Dingen und hat den nötigen Weitblick.

Im einst komplett offenen Schaft des 38 m hohen Turms sorgen vier zusätzlich eingezogene Ebenen für ausreichend Nutzfläche. Hier sind neben einer Bibliothek und einem Büro auch eine kleine Küche sowie eine moderne Lounge entstanden. Über eine an der Innenwand entlangführende Wendeltreppe aus Stahl sind alle Ebenen miteinander verbunden. Die reduzierte und designorientierte Einrichtung der Räume bildet den idealen Rahmen für das Nutzungskonzept des neuen Lichtturms: Jule Dinnebier und Daniel Klages dient der Turm heute nicht nur als inspirierende Arbeitsstätte, sondern auch als idealer Showroom für ihre Leuchten-Kollektionen.

Das Konzept, einen „zukunftweisenden Ort“ zu schaffen, spiegelt sich auch in der modernen Gebäudetechnik wieder. Eine geothermische Erdwärmepumpe im Kellergewölbe sorgt über die Flächenheizungen der Zwischenebenen für die ressourcenschonende Heizung des Turms. Umgekehrt wird die warme Raumluft über die Flächenheizungen an die Erdpumpe abgeführt und verhindert den Aufheizungseffekt der Glaskuppel.

Mit KNX Technologie ist der Lichtturm zudem intelligent ausgestattet. Bei abendlichen Veranstaltungen lässt sich die Glaskuppel mit einem Tastendruck der Gira Tastsensoren im Schalterprogramm Gira E22 durch imposante Beleuchtungsszenen gekonnt in Szene setzen. Alle Informationen der Gebäudetechnik laufen im Gira HomeServer zusammen. Zwei Gira Panels, im Erdgeschoss und in der Turmkuppel, informieren auf einen Blick über den Status der gesamten Gebäudetechnik. Darüber können zentral alle Funktionen in jedem Raum gesteuert und überwacht werden.

Dank der Türstation mit Videofunktion wird das Bild jedes Besuchers bis in die Glaskuppel übertragen und erspart den Turmherren somit den mühsamen Ab- und Wiederaufstieg bei jedem Klingeln. Für die nötige Sicherheit im Bereich der Treppenaufgänge sorgen Gira Automatikschalter: Sobald eine Bewegung erfasst wird, schalten sich die hauseigenen LED Leuchten ein. Mithilfe der Gira Tastsensoren lassen sich zusätzlich individuelle Licht- und Audioszenen in allen Räumen schalten. Auch die Verdunklung der Kuppelfenster und die Ausfuhr einer Videoleinwand, für besondere Filmerlebnisse in luftiger Höhe, erfolgt schnell und bequem über das KNX System.

Projekt

Lichtturm Solingen
Jule Dinnebier, Daniel Klages
Lützowstraße 340
42653 Solingen
Deutschland
Tel  +49 0212 383 794 7
info@Lichtturm-Solingen.de
www.lichtturm-solingen.de

Architektur

Dipl.-Ing. Friedrich W. Figge
FiggeArchitekten GbR
Hauptstraße 74
42349 Wuppertal Cronenberg
Deutschland
Tel  +49 0202 247 430
Fax +49 0202 247 433 0
info@figge-architekten.de
www.figge-architekten.de

Showroom und Präsentation

Dinnebier Licht GmbH
Schloss Lüntenbeck
42327 Wuppertal
Deutschland
Tel  +49 0202 274 330
Fax +49 0202 274 333 3
info@dinnebier-licht.de
www.dinnebier-licht.de

Licht im Raum Dinnebier GmbH
Graf-Adolf-Straße 49
40210 Düsseldorf
Deutschland
Tel  +49 0211 994 000
Fax +49 0211 994 005 0

Produktinformation

Gira KNX System
Gira HomeServer 
Gira Panels
Gira Tastsensor 3
Gira Türkommunikation
Schalterprogramm Gira E22
Gira Automatikschalter

Bildergalerie

Die transparente Glaskuppel ist das Highlight des Turms …
Foto: Oliver Wessel für Gira

… und besticht durch ihren einzigartigen Panoramablick.
Foto: Oliver Wessel für Gira

Der ursprüngliche offene Turmschacht wurde in vier Nutzebenen unterteilt.
Foto: Thomas Riehle für Daniel Klages

Hier befinden sich eine Bibliothek, ein Büro, eine kleine Küche …

Foto: Oliver Wessel für Gira

… sowie eine moderne Lounge.

Foto: Thea Weires für Gira

Ein Lichtschacht verbindet alle vier Ebenen und lenkt den Blick in die gläserne Kuppel.
Foto: Thea Weires für Gira

Das Bild des Besuchers wird auf der Gira Wohnungsstation angezeigt.

Foto: Thea Weires für Gira

Über Gira Tastsensoren lassen sich individuelle Lichtszenen im ganzen Turm schalten.
Foto: Thea Weires für Gira

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