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Was macht eigentlich …? – Gira System-Integrator Dirk Beyer über die Schulter geschaut

Dirk Beyer, Sie sind Gründer und Inhaber des gleichnamigen Ingenieurbüros. Und zugleich Gira System-Integrator. Was müssen wir uns darunter vorstellen?

Ein System-Integrator muss ein Spezialist sein, der gewerkeübergreifend funktionierende Lösungen für die Gebäudetechnik kennt, der sie planen und umsetzen kann. Er ist die Schnittstelle zwischen den Gewerken und allen Funktionen, die vom Bauherren im Gebäude gewünscht werden. Er ist derjenige, der die vielen losen Fäden miteinander verknüpft. Und zugleich ist er ein Paradox. Es gibt ihn eigentlich gar nicht, diesen System-Integrator.

Wie bitte? Das müssen Sie uns jetzt erklären. Sie sind ein System-Integrator, der gar nicht existiert?

Hört sich merkwürdig an, aber Tatsache ist, dass der System-Integrator, dieser "technische Architekt", bislang nicht als feste Größe bei Bauprojekten etabliert ist. Statiker, Elektriker, Heizungsbauer usw. gehören zum Stammpersonal der Baubranche, System-Integratoren nicht. Dafür gibt es eine ebenso einfache wie bedauerliche Erklärung: Berufsbild und Position des System-Integrators sind schlichtweg nicht verankert.

Zumindest nicht in Deutschland.

Genau. Hierzulande leiden wir noch immer unter der traditionellen und früher sehr strikten Gewerketrennung. Heute werden komplexe, umfangreiche Bauvorhaben zwar teilweise schon von fachlich optimal aufgestellten, aus verschiedenen Experten bestehenden Teams gemeinsam geplant. In der Praxis und auf breiter Basis findet diese Art der Planung jedoch keine Anwendung.

Obwohl diese Planungsweise doch eigentlich vom Markt gefordert wird …

Das stimmt. Beim Blick auf den steigenden Einsatz von Gebäudetechnik ist das umso erstaunlicher. Energieeffiziente Bauweisen werden staatlich unterstützt. Der Einbau von umwelt- und ressourcenschonenden Techniken in Form von Klimaanlagen, Wärmepumpen oder Solarenergie wird entsprechend zinsgünstig gefördert. Bei dieser Entwicklung wird die Position des System-Integrators nicht nur immer sinnvoller, sondern vielmehr unerlässlich.

Ist das jetzt der einsame Rufer in der Wüste?

Einsam sicher nicht, immerhin gibt es allein in Deutschland inzwischen mehr als 150 Gira System-Integratoren. Das mit der Wüste stimmt schon eher – denn da ist es ja bekanntlich nicht sehr angenehm. Für uns System-Integratoren könnte aber alles viel angenehmer sein, wenn wir die alten Denkschienen mal aus unseren Köpfen bekommen würden. Wir leben in einem Hightech-Land, das Hightech-Lösungen braucht. Wir System-Integratoren können unseren Beitrag dazu leisten. Wir müssen auf Zukunft umschalten. Das ist Ziel und Hindernis zugleich. Nur ein Beispiel: Ich darf nicht zum System-Integrator ausbilden. Das heißt, wir können die eigentliche Stärke unseres Büros – technisches Know-how aus den unterschiedlichsten Bereichen – nicht "normal" innerhalb eines Ausbildungsgangs weitergeben. Irrsinn!

Was wäre die Lösung?

Berufsbild, Ausbildung und rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich Verantwortungsbereich und Gewährleistungspflicht müssen endlich etabliert, fixiert und geregelt werden. Weil es momentan aber immer noch dieses Vakuum gibt, wird sich das Smart Home als flächendeckender Standard weiterhin schwer tun.

Ist das ein Grund für Sie, Aufträge auch im Ausland zu generieren?

Nein, dafür gibt es andere Gründe. Tatsache ist trotz aller Kritik, dass es uns – und hier meine ich jetzt explizit das Ingenieurbüro Beyer – wirtschaftlich sehr gut geht, wir sind über die Jahre kontinuierlich gewachsen, und zwar im deutschen Markt.

Ist Hamburg Ihr Kernzielmarkt?

Hamburg ist wichtig, nicht zuletzt bin ich ja einer der Hamburger Gira Revox Partner. Aber mein Markt ist eigentlich ganz Norddeutschland, ich meine damit das geografische Dreieck zwischen Sylt, Schwerin und Hannover. Dennoch: Hamburg selbst hat für uns natürlich immer viel zu bieten. Gerade haben wir die Elbphilharmonie ausgestattet: Beleuchtungssteuerung, Schnittstelle zu diversen Gewerken, Verschattung, Video- und Audio-Systeme.

Mit Produkten von Gira?

In allen öffentlichen Bereichen wurde der Schalter Gira E2 installiert, auch in den Konzertsälen. In der Musterwohnung läuft ein KNX System über den Gira HomeServer. Außerdem wurde dort der Gira G1 verbaut.

Immerhin – die Elbphilharmonie wird ja das neue Wahrzeichen der Hansestadt. Aber im Ausland sind Sie ebenfalls tätig?

Ja, wir haben beispielsweise mehrere Erlebniszentren der "Audi City" mitgestaltet – in London, Peking, Paris und Moskau. Das ist gut für die Reputation des eigenen Büros. Anhand solcher Leuchtturmprojekte zeigen wir, was wir können. Und für meine Mitarbeiter sind das natürlich spannende Aufgaben jenseits des Alltagsgeschäfts. Hier liegt für mich der eigentliche Wert unseres Auslandsengagements, also keineswegs allein im Umsatz.

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Wie haben Ihre "Auslandseinsätze" begonnen?

Auf dem dafür am besten geeigneten Forum: der Light+Building. Das war 2012, in Frankfurt haben wir Partner kennengelernt, die die Audi City in London realisieren sollten. Die hatten Schwierigkeiten, ihre Medientechnik mit der Gebäudetechnik zu koppeln – wir konnten ihnen mit dem Gira HomeServer die passende Schnittstelle liefern. Wir haben dann dieses Projekt noch rechtzeitig zur Eröffnung der Olympischen Spiele "zum Laufen" gebracht und uns damit für die anderen Audi Cities empfohlen. Überall dort sind inzwischen Gira HomeServer im Einsatz.

Sie sind weltweit tätig, aber Ihr Büro befindet sich in Neumünster, Schleswig-Holstein, also etwas abgeschieden im hohen Norden. Ist das kein Widerspruch?

Absolut nicht. Zum internationalen Flughafen in Hamburg sind es nur etwa 50 Kilometer, von dort aus sind die Anbindungen innerhalb Europas ideal. Auch nach Frankfurt oder München, wenn es dann weiter nach Übersee gehen soll. So komme ich schnell viel herum in der Welt.

Eine allerletzte Frage: Bleibt da noch Zeit für Hobbies?

Ein Hobby habe ich – Motoradfahren. Leider bleibt dafür sehr oft keine Zeit. Es ist, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke geblieben …

Mehr zum Ingenieurbüro Dirk Beyer

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